Kategorie: Rendite & Kennzahlen Stand: August 2026 Lesedauer: ca. 5 Minuten
Kurz erklärt
Die Eigenkapitalrendite setzt den jährlichen Gewinn ins Verhältnis zu deinem eingesetzten Eigenkapital. Durch den Finanzierungshebel kann sie deutlich über der Objektrendite liegen.
Formel
Eigenkapitalrendite = Jahresgewinn nach Kosten und Zinsen ÷ eingesetztes Eigenkapital
Beispiel:
- Jahresgewinn: 6.000 €
- Eigenkapital: 50.000 €
6.000 € ÷ 50.000 € = 12 %
Der Hebel
Je weniger Eigenkapital du einsetzt, desto höher die Eigenkapitalrendite – aber auch das Verlustrisiko. Der Hebel verstärkt Gewinn und Verlust gleichermaßen.
Bei 20 % Eigenkapital und 5 % Objektrendite kann die Eigenkapitalrendite schnell im zweistelligen Bereich liegen – solange die Immobilie läuft.
Vergleich und Einordnung
Eine Eigenkapitalrendite von 8–12 % ist ein guter Wert, liegt aber nicht automatisch über der Rendite alternativer Anlagen – Risiken einrechnen.
Eine hohe Eigenkapitalrendite ist kein Selbstläufer: Leerstand, Zinsanstieg oder Wertverlust treffen einen hohen Hebel überproportional.
Was sagt die Eigenkapitalrendite aus?
Wie effizient dein eingesetztes Kapital arbeitet – inklusive Finanzierungshebel.
Warum ist sie höher als die Objektrendite?
Weil ein Teil der Finanzierung fremdfinanziert ist und der Gewinn auf weniger eigenes Kapital bezogen wird.