Was ist eine Haushaltsrechnung?
Die Haushaltsrechnung stellt die nachhaltigen monatlichen Einnahmen eines Haushalts den regelmäßigen und realistisch erwartbaren Ausgaben gegenüber. Der verbleibende Überschuss zeigt, welcher finanzielle Spielraum für Zins und Tilgung vorhanden ist.
Das Grundprinzip
Die Bank muss bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen gesetzlich Einkommen, Ausgaben und weitere wirtschaftliche Umstände in die Kreditwürdigkeitsprüfung einbeziehen.
Welche Einnahmen werden betrachtet?
Dazu können beispielsweise Nettogehalt, bestimmte regelmäßige Nebeneinkünfte, Kindergeld, Renten oder anrechenbare Mieteinnahmen gehören. Die konkrete Anrechnung unterscheidet sich je nach Bank und Einkommensart.
Unregelmäßige Boni oder schwankende Mieteinnahmen können vorsichtiger angesetzt werden.
Welche Ausgaben gehören hinein?
Die Verbraucherzentrale nennt unter anderem Lebenshaltung, Versicherungen, unregelmäßige Ausgaben, Rücklagen für Anschaffungen, Kfz-Kosten und laufende Wohnkosten. Auch bestehende Kredit- und Leasingraten gehören in eine realistische Rechnung.
Nebenkosten, Hausgeld, Versicherungen.
Ratenkredite, Leasing und sonstige Verpflichtungen.
Lebensmittel, Freizeit, Kleidung und Alltag.
Auto, Reparaturen und Anschaffungen.
Regelmäßige Verpflichtungen berücksichtigen.
Laufende private Verträge.
Nicht nur den heutigen Haushalt rechnen
Für die Baufinanzierung ist entscheidend, wie der Haushalt nach dem Immobilienkauf aussieht. Die bisherige Kaltmiete kann entfallen, dafür kommen Eigentümerkosten, Hausgeld, Versicherungen, Grundsteuer und Instandhaltungsrücklagen hinzu.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb ausdrücklich, die zukünftigen Einnahmen und Ausgaben nach dem Eigentumserwerb abzuschätzen.
Beispiel einer Haushaltsrechnung
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Bank eine Rate von 1.900 € akzeptiert. Ein zusätzlicher Sicherheitspuffer ist sinnvoll, und Banken verwenden eigene Berechnungsregeln.
Was bedeutet die 40-%-Faustregel?
Die Verbraucherzentrale schreibt, dass viele Banken dazu raten, die Kreditrate auf höchstens etwa 40 % des Nettoeinkommens zu begrenzen.
Die 40-%-Grenze ist keine gesetzliche Vorgabe und ersetzt keine individuelle Haushaltsrechnung. Ein Haushalt mit hohen Fixkosten kann deutlich weniger tragen; ein anderer möglicherweise mehr.
Warum kann die Bank anders rechnen als du?
Banken können für bestimmte Lebenshaltungskosten interne Mindestpauschalen verwenden oder einzelne Einnahmen vorsichtiger ansetzen. Deshalb kann dein selbst berechneter Überschuss von der Bankrechnung abweichen.
Warum sollte die Rate nicht den ganzen Überschuss verbrauchen?
Eine Immobilienfinanzierung läuft oft über Jahrzehnte. Reparaturen, steigende Nebenkosten, Einkommensänderungen oder familiäre Veränderungen können auftreten.
Typische Fehler
briqREC Haushaltsrechner Welche Kreditrate passt zu deinem Haushalt? Einnahmen und Ausgaben erfassen, zukünftige Objektkosten ergänzen und verfügbaren Überschuss sowie Sicherheitspuffer berechnen. Haushaltsrechnung starten →
Wie viel Prozent vom Netto darf die Kreditrate sein?
Es gibt keine allgemeine gesetzliche Prozentgrenze. Die Verbraucherzentrale nennt etwa 40 % des Nettoeinkommens als häufige Bank-Faustregel.
Welche Ausgaben berücksichtigt die Bank?
Unter anderem Lebenshaltung, bestehende Kreditraten, Versicherungen und weitere regelmäßige Verpflichtungen. Banken können zusätzlich eigene Pauschalen einsetzen.
Zählt die bisherige Miete weiter?
Nach dem Kauf kann die bisherige Kaltmiete entfallen. Dafür müssen die zukünftigen Eigentümerkosten berücksichtigt werden.
Warum ist mein Banküberschuss niedriger als meine eigene Rechnung?
Die Bank kann Mindestpauschalen verwenden oder einzelne Einnahmen konservativer anrechnen.